14. Mai: Informationstag Schlaganfall auf dem Neupfarrplatz

„Herzenssache Lebenszeit“ steht am Mittwoch, 14. Mai, von 11 bis 15 Uhr auf dem Regensburger Neupfarrplatz im Mittelpunkt. Ein roter Doppeldeckerbus sorgt optisch für Aufmerksamkeit. Die Aktion klärt darüber auf, welche Risikofaktoren Schlaganfälle auslösen können. Den Schwerpunkt legt die Kampagne auf Diabetes mellitus, im Volksmund Zuckerkrankheit, die unbehandelt ein Auslöser für einen Schlaganfall sein kann.

Zusammen mit der Schlaganfall-Initiative Regensburg e.V. (SI) organisiert die Boehringer Ingelheim Pharma GmbH & Co. KG die Info-Veranstaltung in Regensburg. „Schlaganfall ist eine echte Volkskrankheit, Todesursache Nummer drei nach Krebs und Herzinfarkt aber führender Grund für bleibende Behinderung und Pflegebedürftigkeit“, warnt Prof. Dr. Felix Schlachetzki, Chefarzt des Zentrums für Vaskuläre Neurologie & Intensivmedizin der Klinik für Neurologie mit Direktor Prof. Dr. Ralf Linker am medbo Bezirksklinikum Regensburg sowie Vorsitzender der Schlaganfall-Initiative. „Jahr für Jahr erleiden über 270.000 Menschen in Deutschland einen Schlaganfall“, ergänzt Prof. Dr. Hendrik Pels, Chefarzt der Neurologie am Krankenhaus Barmherzige Brüder Regensburg und stellvertretender Vorsitzender der Schlaganfall-Initiative. „Die meisten Schlaganfälle wären durch eine gesunde Lebensführung und eine frühzeitige Erkennung und Behandlung der wichtigsten Risikofaktoren vermeidbar. Hierzu anzuspornen und umfassend zu informieren ist unser wichtigstes Ziel“, so Pels

Statistisch trifft das Schicksal jedes Jahr rund 1.000 Menschen in Stadt und Landkreis Regensburg. Im Fall der Fälle leisten die beiden Kliniken sowie das Uniklinikum mit ihren spezialisierten Fachabteilungen, den Stroke Units, professionelle Hilfe. „Doch besser ist es natürlich, wenn der Schlaganfall gar nicht erst passiert“, so Schlachetzki.

Ziel der Schlaganfall-Initiative ist deswegen, über die Risikofaktoren aufzuklären und den Menschen deutlich zu machen, welche Anzeichen unter Umständen zu einem Schlaganfall führen können. Besonders bedeutsam ist in diesem Zusammenhang auch die Aufklärung über Herzerkrankungen, vor allem über Herzrhythmusstörungen.

Der rote Info-Bus ist auf seiner bundesweiten Tour ein markantes Ziel und ein guter Anlass, Interesse für die Schlaganfall-Problematik zu wecken. „Ein Schlaganfall kommt meist aus heiterem Himmel, er kann auch Menschen mit geringen Risikofaktoren treffen und krempelt in vielen Fällen das bisherige Leben völlig um. Allerdings kam man auch etwas dagegen tun.“ Für Prof. Pels ist deshalb das Wissen um typische Symptome ebenso wichtig wie die Aufklärung über Risikofaktoren und über die Behandlung. Die Risikofaktoren gelten nicht nur für Schlaganfälle sondern genauso für weitere Gefäßerkrankungen, allen voran Herzinfarkte. Deswegen freuen sich die Schlaganfallneurologen über die Unterstützung durch die Kardiologie des Universitätsklinikums Regensburg, Direktor Prof. Dr. Lars Maier, und des Krankenhauses Barmherzige Brüder Regensburg, Chefarzt Prof. Dr. Andreas Luchner). Die Experten aus den Regensburger Stroke Units und die Spezialisten aus der Kardiologie, sowie aus Diabetologie und Endokrinologie nehmen sich neben ihren klinischen Verpflichtungen deshalb gerne Zeit, in Gesprächen mit interessierten Passanten über potentielle Ursachen und die Möglichkeit einer gezielten Vorsorge zu informieren. Bestimmte Vorerkrankungen wie zum Beispiel die Herzrhythmusstörung, Vorhofflimmern oder Diabetes erhöhen das Schlaganfallrisiko um ein Vielfaches. Ihr persönliches Risiko können Interessierte anhand von Testbögen am Info-Bus bestimmen. Mehr über ihren Gesundheitszustand erfahren sie mittels Messdemonstrationen der Blutdruck-, Blutzucker- und Cholesterin-Werte.

Seit 1998 hat die Schlaganfall-Initiative Regensburg e.V. die Vorsorge, Unterstützung und Betreuung Schlaganfall Betroffener und deren Angehöriger zum obersten Ziel erklärt. Der Verein steht Betroffenen individuell bei Fragen zur Wiedereingliederung in das berufliche Leben oder zur effektiven Schlaganfallbehandlung zur Seite. Nachhaltige Forschungs- und Aufklärungsarbeit auf den Gebieten der Prävention, Diagnostik und Behandlung sind weitere Themen auf der Agenda der Initiative.

Weitere Details zum Informationstag finden Sie hier.

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